Porsche bedroht Vertrauensmann Siegmar Herrlinger mit fristloser Kündigung

Porsche bedroht Vertrauensmann Siegmar Herrlinger mit fristloser KündigungErst vor kurzem hatte sich der seit 39 Jahren bei Porsche arbeitende IT-Spezialist für Medientechnik erfolgreich gegen ein Hausverbot gewehrt. Das Arbeitsgericht Stuttgart hat einem Antrag auf einstweilige Verfügung zu seiner Weiterbeschäftigung und zur Aufhebung des Hausverbots vollständig stattgegeben. Siegmar Herrlinger ist Vertrauensmann und kämpferischer Gewerkschafter bei Porsche in Weissach. (…) Nach dem Erfolg von Siegmar Herrlinger vor Gericht verschärft Porsche nun die Gangart – offenbar als Reaktion auf diese Niederlage. Er erhielt am Wochenende einen Brief, in dem ihm eine „gravierende Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten und Nebenpflichten“ vorgeworfen wird. Begründung: Die objektiven Tatsachen, die Siegmar Herrlinger als Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD in seinem Wahlwerbe-Flyer angibt. Darunter so allseits bekannte Fakten wie der, dass Zehntausende Tote auf das Konto der Vergiftung aufgrund überhöhter NOx-Werte gehen. Oder dass es notwendig ist, weltweit gegen die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals zusammenzustehen. (…) Weiter wird jede Kritik an der Umweltvergiftung durch die Automobilindustrie allgemein (Porsche wird im Flyer in diesem Zusammenhang noch nicht einmal explizit erwähnt) zum Kündigungsgrund erklärt...” Meldung vom 05.09.2017 bei Rote Fahne News externer Link – den darin ausführlich geschilderten Zusammenhang mit seiner Kandidatur erlauben wir uns zu vernachlässigen… Siehe dazu:

  • Porsche greift zu Kettenkündigung – Kündigungsklage am 10. Oktober verschoben! 
    Erneut wurde Bundestagskandidat Siegmar Herrlinger von Porsche illegal gekündigt. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung der MLPD-Kreisleitung Stuttgart-Sindelfingen (Auszüge): Der Weissacher Porsche-Beschäftigte Siegmar Herrlinger, Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD, erhielt mitten im Wahlkampf eine fristlose Kündigung. Dabei hatte erst in der Woche zuvor das Arbeitsgericht Stuttgart seine Weiterbeschäftigung verfügt. Ein erneutes Verfahren zur sofortigen Weiterbeschäftigung findet am Dienstag, 10. Oktober, 16 Uhr am Arbeitsgericht Stuttgart, Johannesstraße 86, Saal 024 (Hochparterre) statt. Das Internationalistische Bündnis wird um 15.30 Uhr eine Solidaritätskundgebung vor dem Termin durchführen (…) Am 5. Oktober erhielt Herrlinger eine zweite „vorsorgliche“ fristlose Kündigung. Inzwischen kann man also von Kettenkündigung sprechen…” Meldung vom 07.10.2017 bei Rote Fahne News externer Link – Der Prozess wurde um eine Woche verschoben. Neuer Termin Siegmar Herrlinger gegen Porsche: 17. Oktober 2017, 16:00 Uhr am Arbeitsgericht Stuttgart, Johannesstraße 86
  • Zum angesprochenen früheren Zusammenhang siehe auch die Rote Fahne News-Meldung vom 23.08.2017 externer Link: “Bauchlandung für Porsche gegen Kritiker. Das gestrige Urteil des Arbeitsgerichts in Stuttgart ist ein voller Erfolg der Solidarität und der Arbeiteroffensive…”