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Aktionstag der Solidarität mit den Verurteilten von Goodyear Amiens: Ein erfolgreicher Protest-Tag

Der Kongress der FSU demonstriert am Solidaritätstag mit den 8 von Goodyear am 4.2.2016Zehntausende von Menschen quer durch Frankreich haben sich am landesweiten Solidaritätstag mit den 8 verurteilten Streikenden von Goodyear Amiens beteiligt (zur Erinnerung: Verurteilt wegen „Entführung“, weil sie einen Manager, der die Werksschließung betrieb, einen Tag lang festhielten). In 80 Städten fanden Demonstrationen statt, die größte in Paris mit offiziell 10.000 TeilnehmerInnen, aber selbst in kleineren Städten waren es viele Hundert oder Tausende, die sich beteiligten. Auffallend dabei, dass es nicht nur eine deutlich gewerkschaftsübergreifende Aktion war – neben der CGT waren auch SUD Solidaires, FSU und FO und andere Berufsverbände beteiligt, sondern dass auch Gruppierungen quer durchs linke und progressive Spektrum aktiv waren. Und: Überall wurde der „Fall Goodyear“ in Zusammenhang gesetzt mit dem ähnlichen, anstehenden Prozess gegen Streikaktivisten von Air France – beides zusammen verstanden als ein grundsätzlicher Angriff auf das Streikrecht und die Gewerkschaftsfreiheit. Betrieben von der Regierung – die etwa den Prozess von Amiens unbedingt haben wollte – nachdem die betroffene Unternehmensleitung in einem Übereinkommen mit der Gewerkschaft auf alle weiteren Schritte verzichtet hatte. „Mobiliser pour défendre les libertés syndicales“ vom 04. Februar 2016 bei der CGT externer Link ist die erste Pressemitteilung des Verbandes nach dem großen Aktionstag, in der vor allem die große gesellschaftliche Unterstützung für den Protest unterstrichen wird – und eben, dass es ein Angriff auf die Gewerkschaften ist, aber eben auch auf das Organisationsrecht aller Menschen. Siehe dazu auch zahlreiche weitere aktuelle Berichte – auch über die Debatte um den Solidaritätsstreik der Pariser Eisenbahner – in unserer Materialsammlung vom 5.2.2016:

Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=92768
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