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Kabotageverbot für Kroatien wird aufgehoben

Das Bundesverkehrsministerium gibt Kabotage für Transporteure aus Kroatien zum 1. Juli frei. Der BGL übt Kritik und spricht von einem „Tiefschlag für das deutsche Transportlogistikgewerbe”. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat entschieden, das derzeit bestehende Kabotageverbot für kroatische Transportunternehmen in Deutschland nicht über den 30. Juni 2015 hinaus zu verlängern. Laut Beitrittsvertrag EU/Kroatien kann jeder der Mitgliedsstaaten selbst entscheiden, ob die bisher zweijährige Übergangsfrist verlängert werden soll oder nicht. Der Bundesverkehrsminister habe durch seine Fachbeamten mitteilen lassen, dass sich durch die Liberalisierung der Kabotage im Falle Kroatiens keine signifikante Zunahme des Wettbewerbs- und Preisdrucks auf dem deutschen Binnenverkehrsmarkt ergebe, berichtet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL). Der Verband übt an der Entscheidung massiv Kritik und spricht von einem „weiteren Tiefschlag für das deutsche Transportlogistikgewerbe“. ..“ Beitrag vom 19.05.2015 in der Verkehrsrundschau externer Link

  • Aus dem Text: „… Der Trend zum Aus- und Umflaggen ganzer Lkw-Flotten in EU-Beitrittsländer verstärke sich derzeit von Monat zu Monat. Da die Arbeitskosten in der kroatischen Privatwirtschaft laut EU-Statistik um mehr als 70 Prozent unter deutschem Niveau liegen, komme die vorgezogene Marktliberalisierung für kroatische Transportunternehmen für das deutsche Gewerbe zur Unzeit. Besonders betroffen sind wegen der geografischen Nähe laut BGL vor allem viele bayerische Unternehmen, die über keine Niederlassung in Osteuropa verfügen und seit Jahren im Wettbewerb mit slowakischen, tschechischen und slowenischen „Billiganbietern“ um ihre Existenz kämpfen. Jetzt bekämen es diese Unternehmen mit zusätzlichen Wettbewerbern im ohnehin existenzbedrohenden Preiskampf zu tun, betonte der Verband…“
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=80831
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